Komponistinnen und ihre Werke im Spiegel ihrer Zeit –
eine Vortragsreihe von und mit Susanne Wosnitzka M.A., Musikwissenschaftlerin
Thema dieser Vortragsreihe sind die Lebensgeschichten und das Schaffen von rund 15 hervorragenden Komponistinnen aus der Zeit des 12. bis 20. Jahrhunderts. Die Auswahl beruht auf dem Wunsch, komponierende Frauen aus möglichst unterschiedlichen Epochen, Ländern, gesellschaftlichen Schichten, mit sehr verschiedenen Lebensgeschichten zu präsentieren. Ziel ist, über die jeweilige Biographie und das Werk hinaus, auf die allgemeinen Konflikte komponierender Frauen hinzuweisen, Konstanten in der Rezeption ihrer Werke aufzuzeigen und die Kontinuität des musikalischen Schaffens von Frauen zu beleuchten. Diese Vorträge sollen den interessierten Hörerinnen bei ihrer weiteren Beschäftigung mit dem Thema Hilfe leisten.
Vorgestellt werden Hildegard von Bingen, italienische Renaissance-Komponistinnen, Barbara Kluntz und die Ulmer Sammlungsfrauen, komponierende Prinzessinnen, Fanny Mendelssohn Hensel, Clara Schumann, Ethel Smyth, Alma Mahler- Werfel, Nadia und Lili Boulanger und Erna Woll.
6.5.2010, 20 Uhr
Komponierende Prinzessinnen in Absolutismus und Aufklärung: Wilhelmine von Bayreuth (1709 – 1758, Schwester des „Alten Fritz“ Friedrich Wilhelm II.), Anna Amalia von Preußen (1723 – 1787, Äbtissin in Quedlinburg, Gottfried van Swieten lernte von Anna Amalia = Lehrer von W. A. Mozart, Anna Amalia als direkte Nachfolgerin J. S. Bachs?), Anna Amalia von Sachsen- Weimar-Eisenach (1739 – 1807, Begründerin des „Weimarer Musenhofes“), Maria Antonia Walpurgis von Sachsen (1724 – 1780, Amazonen-Oper „Talestri“). Im vierten Vortrag der „Komponistinnen“-Reihe geleitet Susanne Wosnitzka M.A. durch die Musik des Barock und Rokoko.
Eintritt frei.